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Den Docht kürzen, und warum es wichtig ist
Fünf Millimeter. Die kleinste Gewohnheit, die eine Kerze sauberer, heller und länger brennen lässt.
Fünf Millimeter. Wenn es eine Gewohnheit gibt, die eine Kerze besser brennen lässt, dann diese: den Docht vor jedem Anzünden auf diese Länge zu kürzen. Es dauert ein paar Sekunden und verändert fast alles an der Flamme.
Was ein langer Docht bewirkt
Ein Docht zieht flüssiges Wachs hinauf zur Flamme. Je länger er ist, desto mehr Brennstoff transportiert er und desto größer wird die Flamme. Ab einem gewissen Punkt kann die Flamme nicht mehr alles sauber verbrennen. Sie wird hoch und unruhig, rußt und bildet an der Spitze ein kleines schwarzes Kohlehäubchen.
Ein kurzer Docht ergibt eine kleinere, ruhigere Flamme, die das Wachs langsam und gleichmäßig verbraucht. Genau das wünscht man sich bei Bienenwachs, das dicht ist und von Natur aus langsam brennt.
Die kleinste Gewohnheit macht den größten Unterschied für die Flamme.
So kürzen Sie den Kerzendocht
- Warten Sie, bis die Kerze abgekühlt und das Wachs fest ist.
- Hat der Docht vom letzten Abbrennen ein dunkles Häubchen, knipsen Sie es zuerst ab.
- Kürzen Sie den Baumwolldocht mit einer Dochtschere oder einer scharfen Schere auf etwa 5 mm.
- Entfernen Sie das abgeschnittene Ende und lose Reste aus dem Wachs.
Unsere Gefäßkerzen sitzen tief in ihren Gefäßen, daher ist eine gewöhnliche Schere oft unhandlich. Eine Dochtschere mit ihren abgewinkelten Klingen reicht mühelos hinunter. Für Stumpen- und Stabkerzen genügt eine normale Schere.

Während eines langen Abbrennens
Brennt eine Kerze schon einige Stunden und die Flamme wird größer oder flackert, löschen Sie sie, lassen den Docht abkühlen, kürzen ihn und zünden die Kerze erneut an. Kürzen Sie niemals einen brennenden Docht.
Unsere Dochte sind schlicht geflochtene Baumwolle, für jede Kerzengröße passend ausgewählt. Gut gekürzt brennen sie mit dem Wachs herunter und hinterlassen kaum Ruß auf der Glasur oder an der Wand dahinter.
Warum sich die Gewohnheit lohnt
Ein gekürzter Docht sorgt nicht nur für eine ordentliche Flamme. Er verlangsamt das Abbrennen, sodass die Kerze länger hält. Er hält die Glasur eines Gefäßes und die Wand hinter einer Stumpenkerze frei von Ruß. Und er verhindert, dass sich der Docht zur Seite neigt, wodurch eine Kerze einseitig herunterbrennt. Von allen Gewohnheiten der Kerzenpflege ist dies die eine, die wir behalten würden, wenn wir nur eine behalten dürften.